M. Sch.
Mein Kunde benötigte exzellente Bewerbungsbilder und wandte sich an das Fotostudio Wippenbeck. Was dann kam, schlägt alles, was ich in den letzten 18 Jahren erlebt habe, und ich hatte deutschlandweit mit vielen Fotografen zu tun. Wir bekamen etwa 200 Bilder, die so gerastert waren, dass man die wesentlichen Akzente im Gesicht nicht beurteilen konnte. Nach einigem Hin und Her – und das hat schon sehr viel Zeit in Anspruch genommen – bekamen wir dann die Originalbilder per WeTransfer. Schön und gut. Das Problem: Man konnte zwar einen Download durchführen, musste dann aber jedes einzelne Bild einzeln anklicken. Eine Mordsarbeit, für die ich weder Zeit noch Nerven hatte. Selbstverständlich gab es auch eine Vorschau, hierfür musste man sich bei WeTransfer jedoch anmelden. Ich melde mich jedoch nicht auf Seiten an, die ich nicht für mich selbst benötige. Laut Aussage meines Kunden hätte die Ansicht der Vorschau auch noch Geld gekostet…. Die einzige Lösung war, eine halbwegs erträgliche Vorauswahl bei den gerasterten Bildern zu treffen, und sich diese dann aus dem Download anzusehen. Unnötige nervtötende Arbeit. Nachdem wir uns für 4 Bilder entschieden hatten, bekam die Fotografin eine klare Bitte darüber, welches Foto wo beschnitten werden sollte. Ihre Antwort war, dass sie sich das nicht vorschreiben lasse, sie mache die Bilder so, wie sie das wolle. Und so sahen sie dann auch aus. Wir konnten dann keines mehr gebrauchen, da unser aller Lieblingsbild nicht nach unseren Wünschen bearbeitet worden ist. Zur Qualität der Bilder: ich möchte von 200 Bildern nicht Bilder sehen, wo der Kunde nur zwei Gesichtsausdrücke hat. Nicht jeder kann vor der Kamera performen; da ist es Aufgabe des Fotografen, den Kunden entsprechend zu animieren. Ich bekomme auch sonst bei Spitzenfotografen in der Regel nur 5-7 Bilder, die ich nehmen würde, aber dann bin ich von jedem dieser Bilder begeistert. Hier war es so, dass ich mich schweren Herzens für 4 entscheiden musste, von denen mich keines vom Hocker gehauen hat. Und für Personaler ist das Bewerbungsfoto mega wichtig. Die Bilder mit schwarzem Hintergrund waren nicht zu gebrauchen, weil es hier schon mit der Belichtung haperte. Da kann man hinterher auch nichts mehr verbessern… Zur „Menschlichkeit“ der Fotografin: Ich hatte stark den Eindruck, dass sie uns gegeneinander ausspielen wollte, was ihr nicht gelang. Sie hatte eine überhebliche, herablassende und süffisante Art an sich und versuchte uns alle als totale Idioten hinzustellen. Der Kunde sollte eigentlich König sein. Hier ist sie die Königin, die bestimmt; der Kunde hat zu zahlen. Ich hatte mich eh schon über ihre Preise gewundert. Diese waren eher billig im Vergleich zu dem, was ich kenne. Auffällig ist der gravierende Unterschied zwischen ihren verbalen Aussagen, die unter die Gürtellinie gingen, und ihrer Art zu schreiben. Verbal hat die Frau sich nicht im Griff, schriftlich klingt alles so gut und sachlich, dass ich nur vermuten kann, dass ihr bester Freund ChatGPT ist, der ihre Texte so sachlich verändert, dass sie in der Außendarstellung nicht negativ auffällt. Sie hat ja auch viele gute Bewertungen... Ich würde sagen: das ist russisch Roulette.


